Amichien Bonding - The World Of Bluesbird

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Amichien Bonding

Vielleicht ist Euch Monty Roberts, besser bekannt als der Pferdeflüsterer ein Begriff. Was so abstrus klingt, ist in Wirklichkeit eine feine, artgerechte Methode, mit Pferden erfolgreich zu kommunizieren.
Jan Fennell trainiert Hunde seit vielen, vielen Jahren nach dieser Methode und hat gerade bei Problemhunden eine fast 100% Erfolgschance

Amichien Bonding, was nichts anderes bedeutet, als eben mit dem Hund in einer für ihn verständlichen Sprache und Gestik zu kommunizieren, und ihm artgerecht zu demonstrieren, wer der Boss im Haus ist.

Das Leben in einem Hunderudel ist streng organisiert und besteht aus vielen Ritualen, die ein friedliches Zusammenleben erst ermöglichen.
Den wichtigsten Punkt, den sich jeder Hundeliebhaber vor Augen führen muss, ist:


HUNDE SIND KEINE DEMOKRATEN

Hunde leben in einer strengen Hierarchie, und leider wird das vom Menschen allzu oft unterschätzt, bzw. vergessen, womit Missverständnisse in der Kommunikation vorprogrammiert sind.


Hunde brauchen einen festen Platz im Rudel, um entspannt und friedlich leben zu können.

Und Ihr als Hundehalter und evtl. Eure Familie sind für Euren Vierbeiner dessen Rudel, welches Du als kompetenter Hundeführer klar dominieren musst. Jedoch nicht mit Gewalt und nicht mit Härte, wohl aber mit Konsequenz.
Ein guter Rudelführer - Alpha - ist weder ungerecht, noch aggressiv oder gewalttätig. Er ist vielmehr besonnen, selbstsicher, intelligent, gesund und erfahren.
Er kontrolliert das Rudel, sichert das Überleben, sorgt für Nachwuchs und organisiert die Jagd.
Ein Alpha demonstriert durch Rituale und nicht durch Kampf permanent seine Dominanz.
Er stärkt die Hierarchie durch dieses stark ritualisierte Verhalten.
Was aber haben wir uns unter ritualisierten Verhaltensweisen vorzustellen, und wie können wir dieses Wissen auf den Umgang mit Hunden anwenden?

Vier HAUPTRITUALE sind das Grundgerüst für ein gut funktionierendes Rudel:

Die Begrüßung
Untergeordnete Rudelmitglieder dürfen nur nach einer Aufforderung in den Privatbereich (Individualabstand) des Ranghöheren eindringen. Entweder wird das Rudelmitglied ignoriert, zurückgewiesen oder die Annäherung wird akzeptiert. Dieses Verhalten wird nach jeder noch so kurzen Trennung immer wieder aufs Neue ritualisiert, selbst wenn das Alpha nur für wenige Minuten vom Restrudel getrennt war.
Bei diesem Ritual werden immer aufs Neue die Eckpfeiler eines Rudels gefestigt:
Wer ist der Anführer des Rudels
Wer schützt die Gruppe vor Gefahren
Wer führt die Jagd an
Wer frisst zuerst

Die Jagd
Der wichtigste Bestandteil im Leben eines Hundes bzw. Wolfes ist die Jagd.
Denn nur durch Nahrung ist ein Fortbestand der Spezies gewährleistet.
Hierbei übernimmt das Alpha die entscheidende Rolle. Er teilt die Mitglieder ein, entscheidet was gejagt wird und er beendet die Jagd (durch Abbruch oder Töten).

Die Futteraufnahme
Das Alpha frisst zuerst, da er seiner Stellung gemäß Kraft braucht, um das Rudel sicher zu führen. Er signalisiert zudem, wann die anderen Mitglieder fressen dürfen.
Und nur diese absolute Ordnung verhindert Aggression (Kampf), die jedes Rudelmitglied möglichst vermeiden möchte, da unnötige Verletzungen zum Tode führen können.

Der Umgang mit Gefahr
Zwar kann jedes Mitglied des Rudels vor Gefahr warnen, aber der Alpha entscheidet was gefährlich ist und was nicht und wie damit umgegangen wird.



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